Naturschutz endet bei uns nicht am Feldrand. Auf unseren Flächen und in unserem Wald schaffen wir gezielt Lebensraum für Wildbienen und viele andere bedrohte Arten – unter anderem mit sogenannten Schiffer-Trees, die wir gemeinsam mit dem Hamburger Bienenforscher Torben Schiffer aufgehängt haben.
In Deutschland leben über 580 Wildbienenarten – von der pelzigen Hummel bis zu winzigen Solitärbienen, die kaum größer als eine Ameise sind. Anders als die Honigbiene bilden die meisten von ihnen keine Staaten, sondern leben allein. Mehr als die Hälfte dieser Arten steht auf der Roten Liste. Aber auch Käfer, Schmetterlinge, Fliegen und Wespen sind auf Nektar als Energiequelle angewiesen und bilden nach den Pflanzen die Basis der gesamten Nahrungskette. Aber auch Käfer, Schmetterlinge, Fliegen und Wespen sind auf Nektar als Energiequelle angewiesen und bilden nach den Pflanzen die Basis der gesamten Nahrungskette.
Wildbienen sind unverzichtbare Bestäuber: Viele Wild- und Kulturpflanzen sind auf sie angewiesen, etliche werden von spezialisierten Arten sogar besser bestäubt als von Honigbienen. Ohne sie geriete ein großer Teil unserer Nahrungsgrundlage und der Artenvielfalt ins Wanken.
Ihr größtes Problem ist der Verlust von Lebensraum: aufgeräumte Landschaften, fehlende Blühflächen über die ganze Saison und vor allem ein Mangel an natürlichen Nistplätzen wie Totholz, offenen Bodenstellen und alten Bäumen mit Höhlen.
Die Honigbiene war ursprünglich ein wildes Waldtier und lebte über Jahrmillionen in Baumhöhlen. Solche Höhlen entstehen erst in alten Bäumen über viele Jahrzehnte – und genau die fehlen in unseren heutigen Landschaften fast völlig.
Der Schiffer-Tree, entwickelt vom Bienenforscher Torben Schiffer, bildet dieses natürliche Habitat nach: eine Baumhöhlensimulation auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse über das ursprüngliche Zuhause der Bienen. Er bietet nicht nur Honigbienen, sondern auch zahlreichen weiteren höhlenbewohnenden Arten Arten wie Fledermäusen, Siebenschläfern, Hornissen und vielen anderen einen artgerechten Lebensraum.
Das Ziel ist die natürliche und eigenständige Ansiedelung von Honigbienen, ohne menschliche Eingriffe oder Honigernte. Wir geben den Bienen ihre natürliche Selektion zurück! Das Ergebnis sind widerstandsfähige und regional angepasste Honigbienen, die durch ihre natürlich entstehende Populationsgröße keine Konkurrenz für alle anderen auf Nektar angewiesen Arten darstellt. So, wie es die Natur seit Jahrmillionen passend eingerichtet hat.
In unserem Wald haben wir gemeinsam mit Torben Schiffer mehrere Schiffer-Trees aufgehängt und damit neuen, artgerechten Lebensraum geschaffen. Für uns ist das ein wichtiger Baustein unseres Permakultur-Gedankens: Wir wollen nicht nur Lebensmittel erzeugen, sondern auch Lebensräume zurückgeben.
Letztes Jahr war außerdem Quentin Kupfer – bekannt als beesteez – eine Woche bei uns zu Gast. Gemeinsam mit Torben haben wir einen Schiffer-Tree von Grund auf gebaut, das Ganze gefilmt und anschließend bei uns im Wald aufgehängt. Ein Projekt, das zeigt, wie viel entstehen kann, wenn Forschung, Reichweite und ein Hof mit Herz zusammenkommen.

Setze auf heimische Wildblumen und Stauden, die von Frühjahr bis Herbst nacheinander blühen – so finden Wildbienen die ganze Saison Nahrung.
Ein Totholzhaufen, eine sandige Ecke oder eine offene Bodenstelle sind perfekte Nistplätze für viele bodennistende Wildbienen.
Verzichte im Garten konsequent auf Pestizide und chemische Dünger – sie schaden Wildbienen direkt und zerstören ihre Nahrungsquellen.
beesteez sammelt aktuell Spenden, um möglichst viele dieser Baumhöhlen aufzuhängen und Wildbienen wieder artgerechten Lebensraum zu geben. Wir sind eng mit dem Projekt verbunden – jeder Beitrag hilft, mehr Bäume für Bienen zu schaffen.
Ein Projekt von beesteez (Quentin Kupfer) gemeinsam mit Bienenforscher Torben Schiffer. Mehr Infos direkt auf der betterplace-Projektseite.




