Landschaftspflege geht auch ganz ohne Maschinen. Seit 2024 lebt deshalb eine kleine, stetig wachsende Herde Shropshire-Schafe bei uns auf den Flächen – eine Rasse, die für ihre besonders baumschonende Beweidung bekannt ist und für mehr Vielfalt auf kleinem Raum sorgt.
Landschaftspflege muss nicht laut und schwer sein. Seit 2024 lebt deshalb eine kleine Schafherde bei uns auf den Flächen, die stetig am Wachsen ist. Statt schwerem Gerät pflegen die Tiere die Flächen schonend – ohne Lärm, ohne Abgase und ohne den Boden zu verdichten.
Durch ihren Verbiss und ihre Bewegung entstehen unterschiedlich hohe Pflanzenbestände und offene Bodenstellen. So bleibt die Landschaft offen und verbuscht nicht – ganz natürlich und im Rhythmus der Jahreszeiten.
Zusammen mit ihren Kotstellen bilden sich ganz verschiedene Standortbedingungen: mal nährstoffreich, mal nährstoffarm, mal offen, mal bewachsen. Genau diese Vielfalt macht den Unterschied.
Sie schafft Lebensräume für Insekten und fördert unterschiedliche Pflanzenarten. So entsteht ein lebendiges Mosaik aus Mikrohabitaten – und damit deutlich mehr Artenvielfalt auf kleinem Raum.
Wir halten bewusst Shropshire-Schafe – eine ursprünglich englische Rasse mit einer einzigartigen Eigenschaft: Bei guter Haltung und Gesundheit fressen sie das Gras zwischen und unter den Bäumen ab, ohne Triebe zu verbeißen oder die Rinde zu schälen. Damit können sie sogar in Obst- und Gehölzkulturen weiden, ohne Schaden anzurichten.
Dieses selektive Fressverhalten ist genetisch angelegt und wird durch ein passendes Weidemanagement unterstützt. Hinzu kommt: Shropshire-Schafe sind ruhig und ausgeglichen, wetterfest und genügsam – sie kommen auch mit kargem Futter gut zurecht und sind unkompliziert in der Haltung. Nachdem die Rasse lange selten geworden war, erlebt sie seit den 1990er-Jahren gerade in der Landschaftspflege wieder einen Aufschwung.
Unsere Shropshire-Schafe verbeißen weder Baumtriebe noch schälen sie die Rinde – sie können daher auch zwischen Obstbäumen und Gehölzen weiden, ohne sie zu schädigen.
Anders als schwere Maschinen verdichten Schafe den Boden nicht. Ihre Hufe lockern die Oberfläche und schaffen offene Stellen, an denen Pionierpflanzen keimen können.
Unterschiedlich hohe Pflanzen, offene Bodenstellen und Kotstellen bieten Wildbienen, Käfern und vielen weiteren Insekten Nahrung und Kinderstube.
Durch den selektiven Verbiss setzen sich nicht nur wenige starke Arten durch – es entsteht ein artenreicher, bunter Pflanzenbestand.
In Wolle und an den Hufen transportieren Schafe Samen von Fläche zu Fläche und vernetzen so Lebensräume, die sonst isoliert wären.
Keine Abgase, kein Lärm, kein Diesel – die Pflege läuft im natürlichen Rhythmus der Tiere.
Unsere Herde ist seit 2024 stetig gewachsen und wird uns auch in Zukunft bei der naturnahen Pflege unserer Flächen begleiten. Mit jedem Jahr wird das Zusammenspiel aus Beweidung, Pflanzenvielfalt und Tierwelt ein Stück reicher.
Schau gern vorbei – oft sind die Schafe schon von Weitem zu entdecken.