Unsere Anbauphilosophie – Kooperation statt Konkurrenz
Wir bauen Lebensmittel an, wie sie aus dem eigenen Garten kommen: gewachsen in einem lebendigen, stabilen Ökosystem – ganz ohne chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel und mineralische Dünger.
Wir arbeiten mit der Natur, nicht gegen sie – und mit anderen naturnah wirtschaftenden Betrieben Hand in Hand.
Obst und Gemüse wie aus dem eigenen Garten – in einem lebendigen Ökosystem, ohne chemisch-synthetische Spritz- und Düngemittel.
Mehrjährige Biotopstrukturen zwischen einjährigen Kulturen erhöhen die Artenvielfalt und mildern das Kleinklima.
Wir wählen Sorten, die auf Gesundheit und Geschmack gezüchtet wurden – nicht auf reine Masse.
Blühende Zwischenfrüchte, Bäume, Kräuter und Strukturen wie unsere Totholzhecke locken Nützlinge an.
Ein großer Teil der Ernte bleibt anderswo aus optischen Gründen liegen. Bei uns landet auch das „krumme" Gemüse auf dem Teller.
Die Werkzeuge, mit denen wir unsere Philosophie in die Tat umsetzen, sind die Grundsätze der Permakultur.
Unser Gemüse wächst im Freiland zwischen vielfältigen Gehölzstrukturen in Niklashausen und am Wassersteinchen bei Höhefeld. Für die wärmeliebenden Kulturen stehen uns großzügige Folientunnel und ein Glasgewächshaus zur Verfügung – so können wir früh Tomaten, Auberginen und Paprika anbieten.
Beim Anbau ist uns wichtig, den Boden schonend zu behandeln und langfristig Humus aufzubauen. Denn nur ein gesunder Boden bedeutet auch gesundes Gemüse. Selbstverständlich setzen wir keine chemisch-synthetischen Spritz- und Düngemittel ein. Wir arbeiten mit kleinem Gerät und viel Handarbeit. Zahlreiche Flächen sind ausschließlich mit mehrjährigen Gehölzen und Stauden bepflanzt – für die spätere Kräuter-, Nuss- und Trockenobstproduktion.
Bäume und Büsche bremsen den Wind, speichern Wasser und beschatten die Flächen gleichmäßig. Damit verändern sie das Kleinklima vor Ort zum Positiven, verhindern Erosion und sorgen so für Humusaufbau.
Zudem speichern sie Nährstoffe aus tieferen Schichten in ihren Blättern und verhindern Nitratauswaschung. Mit dem Laubfall kommen diese Nährstoffe den flacher wurzelnden Pflanzen wieder zugute. Bei der Bearbeitung der einjährigen Flächen sind die Gehölzstrukturen ein Rückzugsort für allerlei Tiere – so steigt die Biodiversität um ein Vielfaches und es sind mehr Nützlinge auf den Flächen.
Neben all den positiven Effekten können wir in den nächsten Jahren, Jahrzehnten – und Jahrhunderten ;) – wenn die nächste Generation fleißig pflegt und nachpflanzt, neben dem Gemüse auch Beeren, Obst, Nüsse und Wertholz aus den Systemen ernten.
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Die vielen mehrjährigen Gehölze sind die Grundstruktur – und gleichzeitig soll unser einjähriger Anbau nicht humusabbauend stattfinden. Unser Ziel ist auch auf den einjährigen Äckern ein lebendiger, humusreicher Boden, auf dem gesundes Gemüse wächst.
Dazu ist wichtig, dass der Boden möglichst ganzjährig durchwurzelt und bedeckt ist. Gründüngung, Untersaaten und Mulch setzen wir ein, wo es uns möglich ist. Jedes Jahr streben wir hier eine Verbesserung an, sodass unser einjähriger Anbau mit der Zeit immer ausgeklügelter, grüner und aufbauender wird.
Eine kleine Freude machen wir uns mit unserer eigenen Jungpflanzenanzucht, die jedes Jahr auch Pflanzen für deinen Garten mitproduziert – im Frühjahr im Hofladen zu erwerben.
Werde Teil der Agrar-Biotope Community – hol dir eine Gemüse-Abokiste oder komm im Hofladen vorbei.